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Cycling alongside Lago Titicaca

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We were not in partying mood when we had arrived at the Titicaca lake. No sleep for days and always taking care for the equipment that lay in the bus luggage compartment unprotected. The landscape had changed a lot: The green had gone, the steep mountains had gone. Only hills left; the brown landscape and the blue sky. Altiplano now, 3800 m altitude,  almost unrecognizable. The highest peak in Germany, we would be on the top now but here felt almost like riding along a coast.

First we had to ride along the Lago Grande northern part of the lake, later on along the Lago Pequeño which together form this 190 km long lake on 3,812 m.

dancing latin america

Still a lot of indigenous people living here, almost only indigenous people to be correct. I didn’t closely observe the cultural differences between this part of Peru and the one we had just left with the bus. One thing probably was that here they didn’t shoot any longer at festivals, there was still music, of course, a loft of music indeed. Music everywhere as the cycling observer should find out during the exhausting altiplano ride ahead.

With the bulls

Almost all buildings here are made from adobe, but the roofs are a lot more sophisticated than what we had seen at Cordillera Blanca. The atmosphere had changed as well: Warm, totally dry days, non-stop sun from above and a seemingly less clear air. The smell was a different one, especially when coming close to the big lake which slowly passed by to the left.

Adobe houses, Lago Titicaca

Flat roads, often pretty straight for many kilometers. High speed riding compared to what we had experienced the weeks before. I put more pressure into the tires to ride more efficiently. In parts the road got really wonderful with almost no traffic or wide shoulders, but in other parts we also had dangerous sand on the road and simultaneous overtaking maneuvers.

Riding dry countryside

There were plenty of slinging opportunities when stopping for a lunch break at the lake as you can see below. And the skills got more and more sophisticated, but still we missed everything you could miss, sometimes even the water :-)

Nice bike

The weather was nice and my father was cooking, so what better could I do than a small portrait shoot of the recumbent bike in the midday sun, in front of the blue lake and the blue sky.

Look into my eyes

Yes, I think these quad Seoul P4 LED light installation makes the recumbent bike look more cute, like C3PO from Star Wars.

Greenpeace bags detail view

The control center of the recumbent bike of my father. At the back the green GREENPEACE Ortlieb panniers, the mattress you sit on, the tiny little red bell on the left side of the handlebars together with the rear hydraulic rim brake. Now switching over to the right side you can see the Rohloff Speedhub shifter on the top of the handlebar, then the hydraulic front brake with some protection on the bottom.

In the center you find the rear suspension element and below the rack for the little panniers. The black teflon tubes tell the chain where to go and the small black wheel redirects the chain when the suspension element gets compressed.

SMGT portrait

Now here you can see the Forumslader black box with the 6V and 9-20V output, with the black shifter for the light and another tiny shifter for ON/OFF. There’s a steel feather inside the front fork for trouble free suspension, with the drawback of being really heavy and not very sensitive.

Titicaca lake Peru

When they were not dancing you could often see the local people hang around with their sheep or goats making for nice countryside-culture pictures and a lot of communication opportunities. Always very communicative and not letting you go whithout throwing a thousand questions at you :-)

Titicaca campsite

The camping like the people was wonderfully pleasant here. Often the locals told us where we could camp and so we found this nice spot about 30 vertical meters above the road leading along the Lago Titicaca. Nice mornings, nice days, nice evenings and no concerns about bad weather any longer.

Titicaca lake surfing

Turning our heads to the left we could always spot this massive mountain range behind the lake.

Schöne Pfade und seltsame Gesteinsformationen

Als die Nacht gut überstanden war, gab es erst einmal Frühstück. Dabei beobachteten wir ein für mich sehr erfreuliches Phänomen: Jede 2 Minute radelte ein Kind auf Fahrrad ganz in der Nähe vorbei. Alle auf dem dünnen Pfad neben der Straße in Richtung nächste Ortschaft zur Schule.
rock formations

Weiße Felsformationen stechen hervor

Wir hatten uns in dieser Ortschaft eingedeckt, da wir nicht wussten, wie weit es zur darauffolgenden sein würde – und sicher ist sicher! Noch eine kühle, bolivianische Cola für umgerechnet 20 Euro Cent getrunken, konnte es weitergehen. So sahen die Wege aus, wenn wir nicht die viel zu grob geschotterte “Straße” fuhren.

Bolivia: trail mania

Viel Spaß auf engen Pfaden

Und hier nun die Verpflegung Station am Mittag: Vier Frauen aus einem ansonsten ausgestorben wirkenden Dorf, die mit ein paar Styropor-Behältern und jeder Menge isolierenden Wolltüchern aus Eigenproduktion die Vorbeireisenden mit Nahrung versorgten. Das heißt, viel Verkehr gab es hier nicht wirklich. Das Geschäft lief gut, wenn alle 10 Minuten einmal ein LKW seine Staubwolke mit sich brachte und anhielt.

Bolivia women

Imbiss Stand an der Hauptstraße

Denn das Klima war trocken, Sonnenschein, dünne Luft. Da zog jedes größere motorisierte Vehikel seine Staubwolke hinter sich her. Wir Radler durften entweder Staub inhalieren oder mussten kurzzeitig anhalten … denn Luft anhalten und zugleich weiterfahren, daran war in diesen Höhen wahrlich nicht zu denken!

stone church

Steinerne Dorfkirche auf Bolivianisch

Plötzlich fanden wir uns in einer sehr skurrilen Felslandschaft wider, die sich über mehrere Kilometer unserer Fahrstrecke hinzog. Nur für die Straße wurde richtig Platz gemacht, selbst wenn sie sich noch immer in Schlangen-Kurven durch die Felslandschaft zog. Prima Klettermöglichkeiten für Entdecker aller Couleur gab es hier und ich nahm mir natürlich alle Zeit dafür – eine willkommene Abwechslung zu den langen Stunden im Sattel.

recumbent in the rocks

Skurile Felslandschaft am Abend

Das Zelt wurde mit prima Ausblick, windgeschützt und mit Sichtschutz vor den Blicken der ab und an Vorbeifahrenden errichtet, direkt neben einem Wegstück der ehemaligen Straße. Mit fast allen verfügbaren Spannseilen gesichert und “ruhig gestellt”.

camp in the rocks

Bei der alltäglichen Camping-Routine

Danach hieß es nur noch Kalorien bunkern und die überwältigende Landschaft und Atmosphäre auf sich einwirken lassen:

sun rays and dark clouds

Der Blick zum Rande der Hochebene

camp in the rocks

Camp inmitten der Felsen

Beim Nachverfolgen der Route bin ich diesmal auf einige Probleme gestoßen. Die Karten-Kacheln bei Google Maps waren leider nicht höher aufgelöst, so konnte ich den Weg nicht gut verfolgen. Ich hoffe, dass ich im nächsten Beitrag wieder Witterung bekomme. Bis dann.

Ein neuer Tag in Bolivien

“La Paz, wo bist du geblieben?” … so oder so ähnlich hätten wir am Morgen singen können, denn weg war sie, die Millionen Metropole. Untergetaucht gewissermaßen unter einen Teppich samtweicher Wolken.

cycling on clouds

Über den Wolken

Trotz des Erstaunens über das plötzliche Verschwinden von La Paz kullerten wir nicht einfach von der Strecke, wie es dem folgenden Genossen en route passiert ist. Die gelben Männlein sind übrigens Straßenarbeiter, die dem verdutzten LKW-Fahrer beim Abfüllen des restlichen Treibstoffes helfen. Könnte ja geklaut werden.

Nebenbei eine an uns gerichtete Frage: “Habt ihr Wasser?”. Wir überlegen kurz, wofür die Männer wohl Wasser brauchen könnten und kommen zum Entschluss, dass es wohl nicht für den Eigenkonsum ist. Zudem neigen sich unsere Reserven der Erschöpfung; in nicht allzu christlicher Manier teilen wir also diesmal nicht.

yet another truck accident

Neben der Straße

Unsere ständigen Begleiter auf der Hochebene: Lamas. Dies sind die domestizierten Tierchen, die nicht gleich abhauen, wenn man sie mal schief anguckt. Nach uns gespuckt haben sie übrigens nicht, zum Glück.

first contact

Vorbei an den Lamas

Jetzt die Herausforderung des Tages: Geradeaus, schnurstracks geradeaus. Zig Kilometer weit immer geradeaus. Kurven waren bei dieser Etappe Mangelware und sehnsuchtsvoll ersehnten wir uns eine jede schon Kilometer vorher herbei.

altiplano trail 2

Ewig lang gerade aus im Hochland Boliviens

Die Schotterpiste oder pista de grava compactada, wie man auf Spanisch sagen würde, war technisch äußerst anspruchsvoll zu fahren. Selbst mit den breiten 2 Zoll Schlappen, die aufgezogen waren, “schwammen” die Räder manchmal geradezu im Schotter und Sand.

“Hinter dem nächsten Hügel wird es bestimmt besser”, sprachen wir uns Mut zu. “Jetzt aber wirklich hinter dem nächsten, garantiert!” Und wieder nicht. Dazu noch ein Platten am Hinterreifen des Mountainbikes.

long way ahead

Kleiner schwarzer Punkt = Elmar eine Minute voraus

Gegen Abend endlich Besserung. Zwar immer noch schnurgerade Strecke, doch wenigstens ein paar Wolken, ein bisschen Abwechslung wettermäßig. Weiter radeln wir mehr schlecht als recht durch Schotter oder auf engen Pfaden neben diesen. Radfahrer aus der Region haben diese Alternative erschaffen auf dem Weg ins nächste Dorf, zur Arbeit, zum Markt (mercado) oder zur escuela, Schule zu Deutsch.

Wir genießen diese Radwege, erstellt von Radfahrern für Radfahrer. Ein Hochgefühl diese mit 20 km/h entlangzuflitzen, scharfe Kurve links um einen Busch, dann gleich wieder Ausweichmaneuver nach rechts um einem Sandfeld auszuweichen. Action, hurra!

easy rider
Einsame Schotterpisten

Kampiert wird diese Nacht 200 m entfernt von der eh schon wenigst befahrenen Hauptverbindungsroute der Region, die in Deutschland locker als größtes Bundesland durchgehn würde … flächenmäßig.

P.S. Der erste Teil der Route im Karten-Feld unten ist hoch aufgelöst. Hier ist wirklich jeder Kuhstall zu sehen. Bei der Auflösung macht das Nachverfolgen der Route bei Google Maps richtig Spaß.

Zurück auf der Hochebene

Endlich hatten wir alle Besorgungen erledigt, die wichtigsten Leute zu Hause in Kenntnis gesetzt über unseren Aufenthaltsort und unser Wohlbefinden, so dass es losgehen konnte.

Wie waren die Aussichten am Morgen des 29.10.? Miserabel, wenn man zeitliche Vorgaben hat. Denn wir hatten noch viel vor, jedoch nur noch etwas mehr als einen Monat Zeit für einige der Höhepunkte, wie die Salzseen und Lagunen-Route.

1000 Meter in vertikaler Richtung standen direkt bevor. Verteilt auf vielleicht 25 bis 30 km. Diese Strecke waren wir ein paar Tage zuvor auf dem Weg hinab nach Putre schon gefahren. Noch einmal und dazu noch viel langsamer und mit weitaus mehr Gewicht in den Taschen wollten wir das nicht, auf keinen Fall!

hitchhiking with bikes

Ohne Anwendung irgendwelcher Überredungskünste überzeugten wir einander also davon, nach 100 zurückgelegten Höhenmetern, per Anhalter weiterzufahren. Und welch ein Glück: Gleich der erste Laster stoppte für uns, wir hievten zusammen die voll beladenen Tourenräder hoch. Hinten auf der Ladefläche fehlten einige Abtrenn-Klappen, so dass wir die Räder zur Sicherheit immer festhielten.

Denn was uns bevorstand, war eine spritzige Fahrt auf kurvenreicher Asphaltstraße, danach ein kurzer Abstecher zu einem heißen Bad, wo die Arbeiter etwas zu besprechen hatten. Nach insgesamt 600 bis 700 gewonnenen Höhenmetern setzte man uns neben einem Militärcamp ab.

hitchhiking on back of truck

Ich glaube, dass dies das erste Mal war, dass ich zusammen mit meinem Vater per Anhalter gefahren bin … und dann gleich so unkonventionell und wie ich eingestehen muss ziemlich gefährlich.

Wir dankten den freundlichen Chilenen und verabschiedeten uns sogleich. Weitere 250 Meter mussten wir hoch, jetzt wieder ganz alleine. Gefährliche Gefährten schleppten sich neben uns den Pass hinauf: Voll be- und oft auch überladene Lastwagen mit Gütern für Bolivien und Argentinien. Einige mit alten chilenischen Autos für die Städte Boliviens, andere gewährten keine Einsicht, sondern verdeckten den Blick auf ihre Güter durch Planen.

Zweimal auf nur wenigen Kilometern kam es zu grob fahrlässigen Überholmanövern, einmal musste ich notgedrungen die Straße verlassen um nicht tuschiert zu werden.

straight to PUTRE

Endlich hatten wir ohne Schaden zu nehmen die Abzweigung nach Guallatire (Gualjatire gesprochen) und zum Salar de Surire (Salzsee Surire) erreicht. Von nun an weiter auf Schotter, mehr Abenteuer und weniger Verkehr.

Doch mit einer Sache hatten wir beim Stricken dieser süßen Gedanken in unseren Köpfen nicht gerechnet: Nämlich, dass die Chilenen am Salzsee unermüdlich Rohstoffe abbauen würden und zwar im industriellen Maßstab. Infolgedessen hatten wir alle 10 Minuten  Konfrontationen mit rasenden Monstern, die hinter sich eine Wolke aus Staub herzogen wie ein brennendes Auto in Hollywood-Streifen eine Fahne aus Feuer und Staub hinter sich herzieht. Eingestaubt wurden wir heute jedoch zum Glück nur wenig, denn Äolus ließ die Winde aus westlicher Richtung wehen – wir waren am rechten Rand der Schotterpiste nach Süden unterwegs.

volcanoe

Diesen weiß gepuderten Vulkan hatten wir immer zur Linken. Während wir von Anstrengung und Höhe erschöpft keuchten emittierte er ihn einer sagenhaften Ruhe immer diese Rauchfahnen. Doch recht trauen konnten wir der zahmen Pafferei nicht wirklich … lieber ein bisschen schneller fahren.