Die Bilder findet ihr in Daniels englischer Version und unter seinem flickr account.Teil 2 folgt, sobald ich wieder etwas Zeit finde…
Nun ja, ich dachte ich berichte von diesem Abschnitt meiner Tour gleich nachdem ich den Zion und den Grand Canyon National Park durchquert habe, aber da lag ich wohl daneben. Jedes Mal, wenn ich in einer Bibliothek mit Internetzugang war, war entweder der Zugang zum Netz zeitlich beschränkt auf eine oder zwei Stunden (aber kostenlos, das war toll) oder die ganze Zeit ging für den Einkauf meiner neuen DSLR Kamera und dem passenden Equipment drauf, ebenso wie für die Probleme die auftraten, weil ich keine VISA Karte bei mir hatte (bzw. die neue beschränkt war).
Aber nun finde ich endlich die Zeit – in der Nähe der Villa de Cura in Venezuela in meinem alten Hilleberg Nallo 2 GT Zelt sitzend, welches mein Vater freundlicher Weise nach Caracas mitbrachte. Es ist niedlich auf diesem 5 oder 6 Jahre alten ibook zu tippen, welches ich jahrelang nutzte und überall hin mitnahm: zur Schule, zu den CCC Treffen in Berlin und zu den Linuxtagen in Karlsruhe. Ich schreibe nur auf Englisch um mehr Zeit mit Radfahren, Fotografieren, … zu verbringen. Der Inhalt meines handschriftlichen Tagebuches ist jedoch trotzdem auf Deutsch verfasst. Es ist jedoch schwer Fotos und Panoramas auf das ibook zu überspielen.
Also nun muss ich euch unbedingt erzählen, was nach Cedar City passierte – ich hoffe ich kann mich an so viel wie möglich erinnern und es so genau wie möglich nach einer so langen Zeit zu beschreiben.
Ich habe Cedar City wieder verlassen, nachdem ich 2 Tage mit Jains netter und sehr liebenswürdiger Familie verbracht habe. Ich fuhr südwärts zuerst einen alten Highway entlang, der neben dem neuen Freeway verläuft, und musste von Zeit zu Zeit auf den Freeway überwechseln.
Einmal, kurz bevor ich den Freeway verlassen habe um ostwärts zum Zion National Park abzubiegen, fand ich einen iPod nano 1 GB mit 200 Spanischen Liedern auf der Straße. Ich prüfte, ob er funktioniert – und er lief! Somit konnte ich von nun an trotzdem noch Musik hören, wenn die Batterien meines 80 GB iPod classic leer waren! Mui bien!
Kurz bevor ich im Zion National Park ankam, ein paar Kilometer von Placerville (oder zumindest etwas mit *ville), sah ich ein Auto rechts Richtung Flussufer auf einen sandigen Pfad abbiegen, und weil ich gerade selbst auf der Suche nach einem geeigneten Lagerplatz für die Nacht war, folgte ich ihm.
Und ich wurde wunderbar überrascht:Ich fand einen hübschen Campingplatz direkt neben einem kleinen Fluss und jede Menge freundlicher Amerikaner vor. Mit einer Gruppe von High school Absolventen war ich im Fluss etwas schwimmen und bekam ein besonderes, amerikanisches Essen: Marshmallows mit Schokoladen und Kekse – schmeckt nahezu wie purer Zucker!
Als ich am nächsten morgen früh aufstand, fehlten mir zwar die Studenten aus Montana, weil sie immer noch schliefen, aber dafür hatte ich einen tollen Start im Zion National Park.
Der Eintritt hier kostet für gewöhnlich 12 $, aber der Ranger am Tor lies mich umsonst hinein, als ich ihm von meiner abenteuerlichen Tour erzählte.
Drinnen traf ich einen Radfahrer auf einem einfachen Gefährt: Michael. Wir unterhielten uns und er erzählte mir, dass ich auf jeden Fall dem “Haupttal” mit dem Fahrrad folgen solle, denn die Aussicht von dort ist fantastisch und dort gibt es keine Autos! Und er hatte so recht!
Man teilt sich die Straße nur mit Bussen, welche sehr langsam fahren und man hat jede Menge Zeit um die Natur zu genießen und sich von der Aussicht überwältigen zu lassen, die man im Tal hat.
An den Seiten gehen die Steinwände mehrere hundert Meter geradeaus nach oben. Sie sind alle rötlich und man findet jede Menge überhängende Höhlen darin. Und ich war glücklich darüber, dass der Himmel von Wolken bedeckt war, sodass ich viele Details in den Panoramabildern, die ich fotografiert habe, festhalten konnte.
Wenn ihr irgendwann einmal planen solltet, einen Ausflug mit dem Rad in die USA zu machen, dann sorgt dafür, dass der Zion National Park auf eurer Liste steht und nehmt euch ein paar Tage mehr Zeit als ich es gestan habe!
Weil ich nach ein paar Stunden den Park verlassen musste, fuhr ich ein kleines Seitental hinauf. Von der Talsohle aus konnte ich nicht ausmachen, wohin die Straße führte, aber es schlängelte sich durch ein paar Serpentinen den Berg hinauf und somit verbesserte sich die Sicht zunehmend, je weiter ich hinauf fuhr. Die mit Touristen besetzten Autos fahren dort wirklich langsam, so dass man sogar als Radfahrer die Chance bekommt die Fahrt zu genießen.
Dann ist dort ein Tunnel, durch den einen die Ranger nicht auf dem Fahrrad fahren lassen. Sie sagten mir, ich solle etwas zurück fahren und einen Pick-up Fahrer bitten mich mitzunehmen. Und genau das tat ich. Der zweite Fahrer hatte genügend Platz und nahm mich für die kurze Strecke mit durch den Tunnel – vielen Dank dafür!
Auch die Landschaft ist total anders, wenn man oben angekommen ist! Es gibt dort viele rote “Wellen” durch und durch mit Wellenmustern. Aber wenn man ein paar hundert Meter weiter an Höhe erklommen hat, gibt es irgendwann keine größere Steinwände mehr.
Die sehr hohen Temperaturen am Mittag und frühen Abend hielten mich aber davon ab, noch mehr zu entdecken, so dass ich einfach nur noch radelte…








Muchas gracias, Verena! Es una traduccion excellente!